Willkommen im Modul DLL

Hervorgehoben

Wir begrüßen Sie auf dem aktuellen Blog zum Modul Diversität in Lehr und Lernprozessen. Folgende Inhalte werden wir mit Ihnen in den folgenden vier Sitzungen bearbeiten:

  • Heterogenität nutzen
  • Lernaufgabenkonzept
  • Diagnose / Lernausgangslagen ermitteln
  • Individuelle Lernwege eröffnen und gestalten / Lernaufgaben
  • Differenzierung / Formen und Instrumente der Differenzierung
  • Leistungsbewertung

Dazu finden Sie hier (zum Download in die Bilder klicken) die aktuelle Modulbeschreibung sowie die Lernaufgaben, welche Sie im Rahmen der Veranstaltung bearbeiten werden.

Modulbeschreibung MDLL

Modulbeschreibung MDLL

Lernaufgaben MDLL

Lernaufgaben MDLL

Näheres dazu erfahren Sie in den einzelnen Veranstaltungen. Viel Spaß wünschen Ihnen Bärbel Ewecke & Jörn E. von Specht

Werbeanzeigen

Weihnachten-2015_School

Das erste Hauptsemester präsentiert die Ergebnisse aus der Modularbeit…

Es ist der 22. Dezember, Weihnachten steht vor der Tür und in der Lernwerkstatt brennt noch Licht. Es werden Themen durchdacht und diskutiert, quergedacht, gemurmelt und gelacht, es werden Fragen aufgeworfen, Punsch gekocht, es laufen Präsentationen und Plätzchen werden geknabbert. Rundum, die Stimmung ist prima, das Arbeitsklima grandios… das erste Hauptsemester arbeitet…

MDLL_2015_1Nach einem kontroversen Einstieg bezüglich „neuer Trends“ in der schulischen Bildung, hier wurde ein Zeitungsartikel aus der Welt präsentiert, sauber analysiert und diskutiert, startete die Modulsitzung..

MDLL_2015Der erste Vortrag hatte das Thema Arme Kinder – Reiche Kinder … Fragestellungen wie: Wie wirkt sich soziale Herkunft auf die Bildung aus?; Kann man die soziale Herkunft messen?; Welche Studien liegen vor?; Wie sieht es in der Praxis aus und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen um eine Chancengleichheit herzustellen? … Ausgehend vom Artikel 3 des Grundgesetzes „… [3] Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ wurden Bezüge zum schulischen Kontext hergestellt. Es wurden verschiedene Studien (PISA 2003 (ISEI-Index; HISEI-Index –> ESCS); Timss; IGLU…) beleuchtet. Fragen wie: Wie viele Bücher sind im Haushalt vorhanden; Gibt es im elterlichen Haushalt einen Lern- und Arbeitsplatz?; Aus welcher Schicht komme ich?; Welcher Tätigkeit gehen die Eltern nach?; Wie ist das soziale Umfeld?; Wie ist der Schulabschluss der Eltern?… wurden in der der Runde diskutiert. Handlungsmöglichkeiten bestehen in einer Bereitstellung einer Hausaufgabenbetreuung, von Ganztagesschulangeboten, von Klassenessen, der Bereitstellung von Schulmaterial, von Förderstunden, Arbeitsgemeinschaften, der Einführung einer Schuluniform (hier ein Link) oder gar der Einbezug des schulischen Fördervereins. Eine abschließende Diskussion rundete den Vortrag ab. Die Präsentation kann man hier schauen.

Im zweiten Vortrag drehte sich alles um das Thema Inklusion… Mit einem kleinen Erklärfilm der Aktion Mensch startete die Präsentation…Im Zentrum stand zunächst der rechtliche Rahmen. Hier wurden der Artikel 24 und das Hessische Schulgesetz sowie die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz als Grundlage einbezogen. Eine  aktuelle Übersicht über die Umsetzung der Inklusion in Deutschland findet sich hier. Wie Inklusion gelingen kann, wurde am Beispiel der Gelstertalschule aufgezeigt. Um zu zeigen welche Möglichkeiten auch in Unterrichtssituationen denkbar sind, wurde ein Schnipsspiel zur Freude aller eingebunden…

MDLL_2015_2MDLL_2015_3Nach einer kurzen Frühstückspause ging es weiter mit dem Vortrags-Marathon… Die dritte Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema Kulturelle Vielfalt – Diversität als Chance. Sichtbar wurde, dass es Parallelen zum zuvor aufgezeigten Thema Arme Kinder – Reiche Kinder gibt. Mit einem Abgleich der kulturellen Wurzeln aller Seminiarteilnehmer wurde deutlich, dass auch ein nicht geringfügiger Teil familiäre Wurzeln außerhalb von Deutschland haben. Untermauert wurde dies praxisnah mit Zahlen aus den zu betreuenden Lerngruppen der Schulen vor Ort. Mit einem Klick in das nachfolgende Bild gelangt man zur Präsentation.

Link zur Prezi.pngThematisiert wurden auch Intensivklassen und erste Erfahrungen aus dem schulischen Alltag. Praxisnah wurden vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt, wie Vielfalt als Chance wahrgenommen und umgesetzt werden kann. Hierzu zählen Comenius-Projekte, Schüler- und Lehreraustausche, gemeinsame europäische Events uvm. Am Beispiel der Anne-Frank-Schule Eschwege konnten alle Teilnehmer sehen, wie sich das Thema kulturelle Vielfalt im Leitbild der Europa-Schule wiederspiegelt.

Im Folgenden wurden in einem sehr kritischen Vortrag Institutionelle Gegebenheiten um Bildungschancen zu ermöglichen zum Thema gemacht. 7 Mio Menschen haben in Deutschland einen Migrationshintergrund; hinzu kommen 8 Mio Ausländer. Das sind bei 80 Millionen Menschen in Deutschland ein Fünftel der Bevölkerung. Mit einer sehr europäischen Sicht wurde ausgehend von aktuellen Zahlen aufgezeigt wo Umsetzungsdefizite und damit auch abzuleitende Chancen liegen. Sprachkurse und weitere spezifische Angebote greifen im Alltag zu kurz. Infolgedessen erhalten gerade Schülerinnen und Schüler mit einem Migrationshintergrund oder mit einer Zuwanderungs- bzw. Fluchtproblematik nicht alle Chancen, die ihnen adäquate Chancen im Vergleich zu ihren Mitschülerinnen und Mitschülern erhalten. Es muss mehr und mehr ein Blick auf die sprachlichen Kompetenzen der Kinder mit Migrationshintergrund genommen werden. Eine Reduktion auf kulturelle oder religisöse Werte allein ist nicht zielführend. Hier kann auch die Lehrerbildung einen deutlichen Beitrag leisten. Etikettierung, Stigmatisierung, Ungerechtigkeit oder gar Ausgrenzung sind in allen schulischen bzw. auch gesellschaftlichen Kontexten zu vermeiden. Es geht um Integration, Anerkennung, Akzeptanz und gesellschaftliche Teilhabe. Familien, Verbände, Netzwerke und Beratungsangebote beinflussen den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und erweitern die Weltsicht auch der Lernenden, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind.

Der letzte Vortrag widmete sich der Gender-Problematik. Mit der Frage: „Was ist typisch Mädchen, was typisch Jungs?“ wurden verschiedene „typische“ Verhaltensweisen am Flipchart zusammengetragen. Wie im Handout beschrieben (Download-Link wird hier bereitgestellt) stellt die Wissenschaft vier grundlegende Erklärungsversuche zu Verfügung:

  • Sozialisationstheoretische Elklärung
  • Evolutionsbiologische Erklärung
  • Psychoanalytische Erklärung
  • Konstruktivistische Erklärung

Auch für die Gender-Problematik finden sich auch für den schulischen Kontext rechtlich Rahmenbedigunegn im Grundgesetz und im Hessischen Schulgesetz.

Daraus wurden in einem weiteren Schritte für die Planung und Durchführung im Unterricht (5 Schritte) abgeleitet.

  1. Fachwissen zum Thema Gender aneignen
  2. die eigene Wahrnehmung und die eigene Beteiligung am bestehenden Geschlechterverhältnis erkennen
  3. ein achtsames Lernklima schaffen
  4. eine geschlechterbewusste Sichtweise in die Unterrichtsplanung, Durchführung und Reflexion einführen
  5. Indikatoren für einen geschlechterkompetenten Unterricht definieren

Mit einer Evaluation der Modulveranstaltung ging es dann zielstrebig dem Ende der Veranstaltung und somit auch den wohlverdienten Weihnachtsferien entgegen.

Wir danken allen Lehrpersonen im Vorbereitungsdienst für ihr Engagement im Rahmen der Modularbeit, für die zielführenden Ideen und konstruktiven Gedanken.

___________________________

Und damit wünscht die Modulleitung allen Beteiligten eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in das Jahr 2016.

Bärbel Ewecke & Jörn E. von Specht

… die vierte Sitzung – live!

Die vierte Sitzung des 2.HS (Jahrgang 14-05) wurde wesentlich durch die aktive Arbeit aller LiV geprägt. Vier verschiedene Gruppen präsentierten die Ergebnisse ihrer Lernaufgaben, welche sie zuvor in den vorangegangenen Sitzungen ausgearbeitet haben.

Es wurden die Themen bzw. Lernaufgaben „Entwicklungsstufen von Kindern“; „Individuelle Lernwege eröffnen und gestalten“;  „Genderproblematik und ihre Auswirkungen auf die Schule“ und „Kulturelle Vielfalt“ vorgestellt und diskutiert.

MDLL_Gr1Der Vortrag der ersten Gruppe „ Entwicklungsstufen von Kindern“ startete mit einem Input zu den Entwicklungsstufen nach Piaget (Link 1; Link 2; …). Im zweiten Schritt wurden dann verschiedene Fallbeispiele (Download hier) besprochen und schulische Maßnahmen (Rollenspiele; Kontakt zur Schulsozialarbeit; Kooperation mit dem zuständigen BFZ; schulische Stützmaßnahmen; Sozialtrainings; Vereinssport; uvm.) abgeleitet. Hierbei wurde herausgearbeitet, dass jedes Kind in seiner Ganzheit betrachtet werden sollte. So sind nicht nur Verhaltensproblematiken in den Fokus zu rücken, sondern auch Lösungsansätze zu finden, wie beispielsweise das Verbessern schulischer Leistungen durch differenzierende Maßnahmen im Unterricht oder einem gezielt ausgerichteten Förderunterricht. Darüber hinaus sollte auch das Umfeld (Freizeit; Elternhaus) in den Blick genommen werden.

Einen Teil der Präsentation kann man hier einsehen (verschiedene Bilder wurden aus urheberrechtlichen Gründen entfernt).

Die zweite Gruppe stellte eine Einheit zum Thema „Entdeckerpäckchen – ein Aufgabenformat im Mathematikunterricht“ vor (Lernaufgabe „Individuelle Lernwege eröffnen und gestalten“ ).

MDLL_Gr2Nach einem kurzen Input konnte jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer der Gruppe erste Entdeckerpäckchen „knacken“. Am Beginn einer solchen Einheit steht eine Lernstandserhebung. Im weiteren Verlauf richtet sich die Einheit am Lehr-und Lernkreislauf aus. Näheres lässt sich der nachfolgenden Präsentation entnehmen. Hier finden sich neben grundlegenden Informationen zu den Entdeckerpäckchen auch die anzustrebenden Kompetenzen und die Planung bzw. Durchführung einer solchen Unterrichtseinheit.

Die dritte Gruppe widmete sich der Genderproblematik. Als Einstieg wurden zwei Erklärfilme (KLICK I und KLICK II ) gewählt. Es wurde der Frage nachgegangen, in welcher Form und welchem Umfang Gender an den Schulen umgesetzt wird. Hierzu wurden nicht in erster Linie die Lehrpersonen in den Fokus gerückt, sondern die Schülerinnen und Schüler. Folgende Ansätze finden sich nach Angaben der LiV an den umliegenden Schulen:

MDLL_Gr3

Ein geschichtlicher Überblick in die Entwicklung der Geschlechtergerechtigkeit oder die Umsetzung der brisanten Thematik im Unterricht ist neben rechtlichen Grundlagen (Gender Mainstream) ebenfalls in der Präsentation enthalten. Ein wesentliches Schlagwort spielt hierbei der Begriff der Koedukation. Die Präsentaion kann hier geschaut werden. Die Verlinkung zu den Videos in der Präsentation wurden entfernt, finden sich aber in diesem Artikel (s.o.).

Sehenswert sind hierzu  beispielsweise die Angebote bei queer history …, …hier nun die Präsentation:

Die vierte und letzte Gruppe setzte sich umfänglich mit dem Thema „Kultuerelle Vielfalt“ auseinander. In der nachfolgenden Präsentation finden sich vielfältige Aspekte und Inhalte rund um die Themen eigene Kulturen, fremde Kulturen, kulturelle Vielfalt in der Schule uvm. …

Eine anregende Boschüre zum Thema „Ich – Du – Wir“ findet sich im Netz hier.

Die Präsentation wurde durch Theorie- und Praxisverknüpfungen ergänzt, was den Vortrag der Gruppe anschaulich abrundete…

MDLL_Gr4Wir danken an dieser Stelle alle LiV des Studienseminars für die sehr konstruktive Arbeit im Modul DLL, für die Bereitschaft Unterricht mitzuerleben und darüber zu sprechen, wie die Schule der Gegenwart aussehen muss und in Zukunft zu gestaltet werden kann…

Heterogenität bedeutet für mich…

Lego_MDLLDieser Frage wurde im Rahmen der Modulsitzung mittels der Methode Design Thinking nachgegangen… Hier das zweite Hauptsemester am Studienseminar Eschwege in der Lernwerkstatt Grebendorf mitten in den Denkprozessen. Den vierstufigen Prozess haben wir hier in Bildern noch einmal zusammengefasst… Nachdenken, Erinnern, Vorstellen und Schlussfolgern

Am Ende entstand für jeden Teilnehmer eine Art Arbeitsdefinition zum Begriff Heterogenität.

Hier zwei Beispiele dazu:

Heterogenität bedeutet für mich die Verschiedenheit der Menschen, denen ich als Lehrperson auf ebenso verschiedenen Wegen begegne. Es gilt diese Verschiedenheit als einen Teil der jeweiligen Menschen anzunehmen und entsprechend zu fördern.

Heterogenität bedeutet für mich, dass sich viele der Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Lern- und Leistungsniveaus befinden, verschiedene Interessen besitzen und unterschiedliche Zugänge zum Lernen benötigen.

Allen Teilnehmern möchten wir auf diesem Wege noch einmal für die intensive Arbeit am heutigen Tage danken.

Pano_MDLL

Ein weiterer Dank gilt dem Mauszentrum Gießen, welche uns die Lego Education Built to Express Kästen zur Verfügung gestellt hat.

Denken mit LEGO…

Desigm_Thinking_MDLL_Lego

Liebe LiV des 2.HS, am Dienstag werden wir Ihnen die Methode des Design Thinking vorstellen und so den Begriff der Diversität diskutieren…

Dazu werden wir in vier Schritten vorgehen: Nachdenken, Erinnern, Vorstellen & Schlussfolgern … die Ergebnisse Ihrer Arbeit werden wir dokumentieren und Ihnen hier zur Verfügung stellen… Ihre Mit-LiV aus dem 1.HS haben diese Aufabe über SketchNotes bearbeiet… wenn Sie mögen können Sie sich die Ergebnisse hier auf dem Blog anschauen…